Wie lässt sich KI in bestehende Kernsysteme integrieren?
- Michael Kraus

- vor 2 Tagen
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Über zwei Wege: eine REST-API für Echtzeitprozesse und Batch-Verarbeitung für Massenvorgänge. Ein Umbau der Kernsysteme ist nicht erforderlich. Kompatibilität besteht mit Bestandsführungssystemen wie V'ger, Guidewire, msg und adesso, mit Drittsystemen wie CRM und Schadenportalen sowie mit Dokumentenmanagementsystemen.
Echtzeit oder Stapel – die Wahl folgt dem Prozess
Für Vorgänge, die im Arbeitsfluss bearbeitet werden, ist die synchrone Anbindung über die REST-API richtig: Ein Anliegen kommt herein, wird eingeordnet und geprüft, das Ergebnis steht dem Sachbearbeiter unmittelbar zur Verfügung. Für Massenvorgänge – etwa die Nachbearbeitung eines Bestandsteils oder wiederkehrende Auswertungen – ist Batch-Verarbeitung effizienter und schont die Kernsysteme. Beide Wege lassen sich nebeneinander betreiben.
Was integriert werden muss
Lesend: die Daten, die zur Zuordnung und Prüfung nötig sind – Vertrag, Police, Vorgang, Dokumente. Schreibend: die Ergebnisse, damit sie im Kernprozess ankommen – erkannter Vorgangstyp, Prüfergebnis, Status, ergänzte Angaben, Protokolleinträge. Der schreibende Teil ist der wichtigere: Ohne ihn entsteht eine weitere Insellösung, die zwar arbeitet, aber nichts zurückträgt.
Warum das der Kern der Sache ist
Der Unterschied zwischen einer Plattform und einer Insellösung liegt nicht in der Modellqualität, sondern in dieser Anbindung. Ein Werkzeug, das neben dem Kernprozess steht, erzeugt zusätzlichen Aufwand: Ergebnisse müssen übertragen, Zustände doppelt geführt, Medienbrüche überbrückt werden. Genau daran scheitern viele KI-Initiativen in Versicherungen – nicht daran, dass die Erkennung zu schlecht wäre.
